Die Magie des Feuers

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„Lehrlinge, meine Zeit ist gekommen. Noch in dieser Nacht werde ich einem Auserwählten mein Erbe vermachen: die Magie des Feuers!“

Nachdem der Zaubermeister seinen Schülern diese Worte verkündet hatte, macht er sich auf und sucht nach seinem Nachfolger in den Reihen seiner Auszubildenden. Doch schnell fällt die Wahl auf einen von ihnen. Er ist der Auserwählte.

IMG_0711In seiner ersten Unterrichtsstunde zum Thema Feuermagie lernt der Lehrling von seinem Meister, wie man das Feuer beschwört und wie man es bändigt. Er stellt sich geschickt an. Das erste Zaubern mit dem Feuer gelingt einwandfrei. Er schafft es, immer mehr Flammenzungen tanzen zu lassen. Sein Meister nimmt ihm die Prüfung ab und glaubt, sich ruhigen Gewissens in den Ruhestand verabschieden zu können.

Auf sich allein gestellt zaubert der noch recht unerfahrene Auserwählte immer mehr Flammen hervor, lässt sie von rechts nach links und von links nach rechts wandern. Seine Macht über das Feuer scheint ihm grenzenlos zu sein. Doch Hochmut kommt vor dem Fall.

Denn den Übermut des Zauberers erkennen nun die Flammenzungen und lassen sich nicht mehr bändigen. Einmal beschworen tanzen sie nun nach ihrer Nase und klauen ihrem Meister sogar den Zauberstab. Die Übungsstunde droht zu eskalieren.

Das Feuer springt wild umherIMG_0689, es verhöhnt seinen Beschwörer und gewinnt die Oberhand.

Aber während sie so unachtsam umhertanzen, fasst der Magier seinen Mut und nutzt eine günstige Gelegenheit, in der er seinen Zauberstab wieder erobern kann. Kaum im Besitz seines Stabs konzentriert sich der Zauberer und spricht die nötigen Zauberformeln, die ihm die Macht über die Situation zurückgeben sollen. Und da – der Tanz des ungezügelten Feuers wird gebremst und die Flammen geraten wieder in die Kontrolle ihres Meisters.

Mit Schweißperlen auf der Stirn und froh darüber, dass er doch noch Herr über seine Magie werden konnte, legt sich der Zauberer zur Ruh. Diese Zauberei-Vorführung wird er so schnell nicht mehr vergessen.