Der Schautanz 2016: „Fluch von Venedig“

Venedig – eine Stadt mit unzähligen Brücken, engen Gassen und zahlreichen Prachtbauten, die sich mitten in einem Netz aus Flüssen mit Gondeln und romantischen Schiffen befinden. In dieser luxuriösen und erhabenen Stadt spielt sich im Ende des 17. Jahrhunderts folgende Szene ab: Die stolzen Venezianer feiern mit Masken und originellen Kostümen ganz in Rot ausgelassen ihren Karneval. Sie tanzen, lachen und erfreuen sich an ihrem Prunk und Geld, das während dieser Tage keine Rolle in ihren Kreisen spielt.

Doch in ihre Mitte schleicht sich ein armer, alter Mann und bettelt um ein paar Almosen – schließlich scheint es den Venezianer an Geld nicht zu mangeln. Die arroganten Einwohner Venedigs jedoch dulden den Bettler bei ihren Feierlichkeiten nicht – in ihren Augen handelt es sich um unwürdigen Abschaum – verspotten ihn und verweisen ihn des Platzes. Völlig gede-mütigt schwört der Mann, diese Arroganz und Habgier der Venezianer zu bestrafen und droht ihnen: „Euren Geiz sollt ihr büßen!“ Voller Gram und Wut zeigt sich der einst Hilfesuchende den Feierwütigen in seiner wahren Gestalt: Als überdimensional großer Zauberer richtet sich der Mann vor den Venezianer auf und spricht folgenden Fluch über sie:

„Drum bleibt am Tage wie gewohnt, aber nachts ihr Venedig als Zombies bewohnt.“ Kaum hat der Zauberer die Worte ausgesprochen, breitet sich ein mysteriöser Nebel über die veneziani-sche Gemeinschaft aus und lässt den Fluch in Erfüllung gehen. Während die Venezianer tagsüber als normale Menschen ihren Karneval weiterfeiern, müssen sie nachts, sobald der Mond am Himmel zu sehen ist, als grauenvolle Zombies durch Venedig ziehen. Und so ereig-net es sich, dass ihre Kleider nicht mehr im prachtvollen Rot erstrahlen, sondern von einem schäbigen Blau mit unzähligen Löchern und Flicken gezeichnet sind. Auch ihre nun mit Haa-ren überwucherten Körper kommen durch ihre Lumpen zum Vorschein. Völlig entsetzt und erschrocken betrachten sich die nun entstellten Venezianer im Spiegel und hassen sich für ihren Geiz gegenüber dem Bettler. So geschieht es für mehrere Tage. Tagsüber sind sie die alten, doch mit dem Untergang der Sonne verwandeln sie sich in verfluchte Zombies. Doch eines Nachts ertragen sie ihr unwür-diges Erscheinungsbild nicht mehr und suchen nach einer Lösung. „Stooop! Lasst uns den Bettler suchen und ihn um die Erlösung des Fluches bitten!“, schlägt einer von ihnen vor. Wie und wo sie ihn gefunden haben, ist bis heute ungewiss. Gewiss ist jedoch: Zombies in Vene-dig hat schon lange niemand mehr gesehen.

In der Session 2015 / 2016 tanzen für euch:
Thomas Hildebrandt
Sebastian Knoche
Sascha Ramsel
Fabian Reckmann
Kevin Regenberg
Lars Rehling
Maik Rehling
Julian Rotgeri
Lukas Schmidt
Sebastian Stücker

Trainiert wird die Prinzengarde in diesem Jahr von Mareike Rehling in Unterstützung von Betty Falk.